Katholische Kirche, Unterägeri

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6314 Unterägeri
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Seit dem Spätmittelalter besass Wilen (wie Unterägeri auch genannt wird) eine eigene Kapelle. Für den Sonntagsgottesdienst, für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen hatten die Wilägerer in die Pfarrkirche nach Oberägeri zu gehen. Der daraus entstehende Wunsch nach einer eigenen Pfarrei konnte realisiert werden, als die Unterägerer 1709 bei ihrem auswärts als Pfarrer wirkenden Mitbürger Dr. Bernhard Fliegauf um einen Beitrag an die Renovation ihrer Kapelle baten. Fliegauf teilte der Wilägerer Delegation mit, er wolle eine neue Pfarrei errichten und nahm die Sache selbst in die Hand.
Die Bauzeit für die Kirche betrug drei Jahre und konnte 1860 abgeschlossen werden. Die Innenarchitektur des imposanten Bauwerkes mit dem Mittelschiff und den 2 Seitenschiffen wurde schlicht gehalten. Die Kirche wurde die grösste des Kantons Zug mit etwa eintausend Sitzplätzen. Die feierliche Einweihung erfolgte am 14. Oktober 1860.
Neben der dorfbildprägenden katholischen Pfarrkirche steht im Oberdorf die ältere Marienkirche, sowie das viel benutzte Pfarreiheim, genannt Sonnenhof. Die Pfarrkirche ist der Heiligen Familie geweiht und gibt auch der Pfarrei ihren Namen.
Von den vorhandenen Kirchenschätzen sind zwei hervorzuheben. Das aus dem 13ten Jahrhundert stammende Astkreuz, das in der Pfarrkirche zu sehen ist und die Königsmonstranz, ein Geschenk des französischen Königs Louis XV, die 1735 feierlich nach Unterägeri gebracht wurde.



